Albert Kehrer und Jean-Luc Vey haben PrOut@Work bei der Out&Equal Annual Summit in Chicago (12. bis 15. September) repräsentiert und zu der Konferenz teilgenommen.
Out&Equal ist die größte Konferenz zum Thema Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender am Arbeitsplatz. Hierbei kommen vorallem Vertreter von GLBT Mitarbeiternetzwerken und Führungskräfte, die alle am Arbeitsplatz geoutet sind. In diesem Jahr haben sich in Chicago mehr als 1700 Personen aus 10 Ländern getroffen, um darüber zu diskutieren, wie man einen Beitrag zum Unternehmenserfolg als Lesbe, Schwuler, Bisexueller oder Transgender leisten kann.. zwei Drittel der Teilnehmer waren in Mitarbeiternetzwerken organisaiert.. Die Veranstlatung selber wird massiv von Unternehmen gesponsert. Darunter finden sich Namen wie die Deutsche Bank, IBM, Citigroup, Bristol-Meyer-Squibb, Kodak, Walmart, Pfizer, Procter&Gamble sowie Boing. Alle diese Unternehmen unterstützen nicht nur die Konferenz, sondern fördern auch aktiv die Bildung von GLBT-Mitarbeiternetzwerken, sowie die Gleichstellung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender am Arbeitsplatz. Mehr als 200 Unternehmen waren dort repräsentiert.
Wir haben an einem eintägigen Workshop zum Thematik von Mitarbeiternetzwerken teilgenommen, an dem Vertreter aus rund 30 Firmen teilgenommen haben. Dabei ging es um Erfolge und Probleme,, den Austausch von Best Practices und die Frage, wie man Netzwerke so weiterentwickeln kann, dass der „business benefit“ für die Unternehmen noch größer wird. Ein großer Punkt hierbei war auch, dass Netzwerke in den Staaten sehr davon profitieren, sich mit Vertretern von anderen Unternehmensnetzwerken regelmäßig austauschen. Dies is genau die Idee, die hinter PrOut@Work steht. Wir konnten hierbei einige Kontakte knüpfen können, um unser Netzwerk auf deutscher Ebene weiter ausbauen zu können.
Wir mussten uns aus über 60 verschiedenen Workshops und Diskussionrunden wenige aussuchen, die wir dann in einen recht knapp bemessenen Zeitplan drücken mussten. Unsere Schwerpunkte lagen hier bei Wrokshops über die rechtlichen Bedingungen für Homosexuelle in aller Welt, GLBT Marketing, die großen Fortschritte von Stonewall in Großbritannien, sowie Diskussionrunden mit geouteten Top-Managern und sogenannten „straight allies“, den Unterstützern in der heterosexuellen Welt. Abgerundet wurde das ganze durch einen Vortrag über den Corporate Equity Index der Human Rights, einem Index, der den Reifegrad von Unternehmen in Bezug auf GLBT-Themen misst. Sicherlich eine Sache, die hier in Deutschland noch fehlt.
Unsere PrOut@Work Präsentation ist in Chicago sehr gut angekommen. Anwesend waren dabei u.a. Repräsentaten von den GLBT-Netzwerken der Firmen Chevron, Ford, JP Morgan Chase und Citigroup. Die Idee von PrOut@Work ist sehr gut angekommen und das Interesse der amerikanischen Netzwerke sehr hoch unser Vorhaben in Ihre europäischen Ableger weiterzutragen. Viele amerikanische Unternehmen mit starken GLBT-Mitarbeiternetzwerken in den USA haben jedoch keine anerkannten Netzwerke in Europa und tun sich somit schwer in Europa Fuß zu fassen. PrOut@Work kann aber durch die in den letzten 10-15 Jahren in Amerika gesammelten Erfahrungen und Kontakte der amerikanischen Netzwerke profitieren wohingegen PrOut@Work helfen kann, dass sich auch in Europa mehr Netzwerke bilden und anerkannt werden. Deshalb haben wir die chance ergriffen und Kontakte zu Unternehmen wie Citigroup, Chevron, Pfizer und KPMG zu knüfen sowie eine Zusammenarbeit mit Stonewall aus Großbritannien sowie mit ILGA diskutiert.
Motiviert durch diese Erfahrung wollen wir einen Schritt weitergehen um unseren Ziel der vollkommenen gleichstellung und Anrerkennung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender am Arbeitsplatz näher zu kommen.
Unter folgendem Link findet ihr unsere Präsentation:
